OH? – Pokémon Go vs. GlobeSnap

Wir ziehen in ein Abenteuer. Das GlobeSnap-Team hat heute eine Mission. Wir haben unsere Handys gezückt, uns in Reih und Glied aufgestellt und marschieren jetzt in Richtung Park und hoffentlich Erkenntnissen entgegen, wie sich eine Stadt im Pokémon Go-Fieber über Serverprobleme und flüchtende Dratinis hinwegtrösten lässt. Reine Recherche also. Nebenbei ist auf unserem Radar auch ein Glumanda aufgetaucht, was uns selbstverständlich nur am Rande interessiert.

Da die Ortungsfunktion per Fußstapfen seit dem jüngsten Update nicht mehr funktioniert, kann jetzt auf einen altbewährten Trick zurückgegriffen werden. Je näher das Pokémon, desto weiter oben wird es euch angezeigt. Unser Glumanda wandert mit jedem Schritt weiter Richtung Platz 1 der Liste – wir befinden uns also auf gutem Wege. Da wir alle unter chronischem Pokéball-Mangel leiden, freuen wir uns über die Stops, die auf dem Weg liegen. Pokéstops müssen zwar offiziell einen gewissen kulturellen Wert haben – das findet jedoch nur wenig Beachtung. Also wundert euch nicht, wenn sich einer direkt vor eurem lokalen Strip-Club befindet oder mitten im Meer. Selbst Walter Whites Haus ist ein Pokéstop. Die armen Mieter müssen sich jetzt nicht nur mit verrückten, Pizza aufs Dach werfenden Breaking-Bad-Fans herumschlagen, sondern auch noch mit Pokéball-werfenden Menschenmassen. Gerade beim Thema Pokéstops zeigt sich häufig, wie sehr der richtige Winkel ein Bild verändern kann. Auf dem Foto seht ihr einen als „Watertower“ bezeichneten Wegpfosten. Das ist Cheaten auf hohem (bzw. aus Kamerasicht recht tiefem) Niveau. Sollten euch solche Kuriositäten über den Weg laufen – macht schnell ein Bild für GlobeSnap, bevor es mit der Pikachu-Jagd weitergeht. Eure Community sollte davon erfahren.

GlobeSnap könnt ihr übrigens KOSTENLOS für euer iPhone herunterladen –> App Store

Aber weiter im Text…

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Quelle: reddit.com

Wir sind inzwischen fast am Park angekommen. Plötzlich Geschrei. Aufregung. Ein kleiner Junge rennt wie ein aufgescheuchtes Huhn an uns vorbei. Ihm hinterher mindestens 15 weitere. Unverständliche Rufe. Egal, wir rennen mit. Und tatsächlich, es hat sich gelohnt – ein Flamara mit 1600 Wettkampfstärke. Fantastisch. Der Ball wackelt, wir beten allesamt um ein Wunder. Und puff. Abgehauen. War ja klar. Wäre mein erstes Flamara gewesen. Mit dem Evoli-Trick könnt ihr übrigens im Voraus bestimmen, in welche der drei Entwicklungen sich eures verwandeln wird. Ihr müsst dazu lediglich vor der Entwicklung dessen Namen ändern. „Rainer“ wird zu Aquana, „Pyro“ zu Flamara und „Sparky“ zu Blitza. Aber Vorsicht! Das Ganze funktioniert nur jeweils ein Mal. Und wenn wir schon beim Thema Entwicklungen sind: Es ist und bleibt völlig egal, ob ihr vor oder nach der Entwicklung Power Ups verwendet. Die hinzugewonnene Stärke bemisst sich am Ende sowieso prozentual am weißen Balken. Und natürlich gilt für einen schnellen Level-Aufstieg: Quantität vor Qualität. Die Menge macht´s, wenn es um Erfahrungspunkte geht. Also springt über euren Schatten, fangt so viele verhasste Taubsis, Hornlius und Rattfratz wie möglich, zündet ein Glücksei und entwickelt was das Zeug hält. Tauboss kann warten.

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Vor lauter Aufregung haben wir fast unser Ziel aus den Augen verloren. Um Glumanda nicht zu verpassen, legen wir einen Zahn zu. Auf dem Weg liegt eine Arena. Bei einem Arena-Kampf ist es immer wichtig, auf die Farben zu achten. Wird der Bildschirm zum Beispiel gelb am Rand, setzt der Gegner gerade zu einer Attacke an – damit wäre der richtige Moment zum Ausweichen gefunden. Wenn ihr gewonnen habt und sich euer Pokémon in der Arena befindet, schnell ab in den Shop und Pokémünzen abholen. Habt ihr allerdings vor, an diesem Tag noch weitere Arenen einzunehmen oder ein Pokémon hineinzusetzen, müsst ihr beachten, dass das Einlösen dieser Vorteile nur einmal alle 21 Stunden möglich ist.

Leider kündigt sich gerade ein Serverfehler an. Die Arena wird nicht mehr angezeigt und der Avatar rennt völlig kopflos im Kreis. Sollte euch das mal wieder passieren – kein Problem! Arena klingt so ähnlich wie Areal. Ein Areal bei GlobeSnap einzunehmen ist also faktisch genau so toll wie eine Arena in der Pokémon Go-Welt. Auch GlobeSnap basiert auf kompetitivem Spielspaß. Ihr battelt euch mit euren Freunden um Punkte, Bewertungen und die Zahl der eingenommenen Areale. Und hier kommt ein Faktor ins Spiel, der bei Pokémon Go noch keine Rolle spielt und schmerzlich vermisst wird – bei GlobeSnap könnt ihr Freundschaften schließen, über Kommentare in Kontakt treten und euch in den Ranglisten gegenseitig überholen. Wir wollen uns natürlich nicht anmaßen, Vergleiche mit einer der erfolgreichsten Apps der Welt anzustellen – aber in diesem Falle lässt sich berechtigterweise sagen: Ätsch, wir haben was, was ihr nicht habt.

Fast am Park angekommen sind wir alle einigermaßen außer Puste. Mein Chef grinst übers ganze Gesicht, weil ihm sein Rauch gerade ein Sichlor eingebracht hat. In Bewegung ist der Rauch übrigens um einiges effektiver als auf der Couch. Lauft ihr umher, habt ihre jede Minute die Chance auf ein neues Pokémon, im Sitzen nur alle 5 Minuten. Wenn ihr unterwegs seid, solltet ihr natürlich immer eure Kamera parat haben – denn bekanntlich lernt man durch Pokémon Go seine Stadt in einem ganz neuen Licht kennen. Die Münchner Nester im Westpark (zur Zeit ist hier Rettan zu finden), im Ostpark (Bisasam), im Nymphenburger Schlosspark (Pinsir) und der kleine Park an der Schmidbauerstraße in Perlach (Glumanda) eignen sich nämlich auch bestens für schöne Landschaftsfotografie. Ihr müsst die Bilder nicht sofort hochladen – sondern am besten abends auf der Couch, wenn keine Pokémon mehr auftauchen und euer Leben seinen Sinn verliert.

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Quelle: Mike Wehner, dailydot.com

Endlich! Wir sind da. Hier irgendwo verbrennt Glumanda sicher gerade die Landschaft. Hügel rauf, Hügel runter. Da vorne. Da ruft jemand. Mein Handy vibriert. Ich renne los, freue mich wie ein aufgescheuchtes Eichhörnchen auf Crack und siehe da… Ein Hornliu. Ach. Wie schön.

Cosima Kopfinger

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